A.Ga.Bi.
Associazione Italiana Amatori Gatto Sacro di Birmania
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ERNÄHRUNGSPLAN FÜR AUSGEWACHSENE KATZEN

Eine ausgewachsene Katze mit etwa 3 kg, die ihr Leben in einer Wohnung verbringt, braucht etwa 150 bis 200 g Futter pro Tag. Diese Menge wird in Proportion zu zusätzlicher Bewegung und Erhöhung der Umgebungstemperatur gesteigert (Kälte zieht einen größeren Verbrauch von Kalorien nach sich). Die Menge wird um 15 bis 20 % bei jungen und trächtigen Katzen erhöht; Kätzchen unter 12 Wochen und die Katzen, die säugen, dürfen so viel Futter zu sich nehmen, wie sie wollen.

Hier ein Beispiel für eine Diät (von Halle und Pierce):

Prozentsatz der Ration       

           

50 – 60 % Fleischstücke von 1 - 3 cm oder

70 – 80 % gekochten entgräteten Fisch

20 – 25 % Reis oder Haferflocken

15 % Gemüse

3 % Bierhefe

5 – 6 % frisches tierisches Fett

2 % Kalziumphosphat

Diese Ration entspricht 155 bis 180 Kilokalorien pro 100 Gramm, je nach Qualität des Fleisches, und es sollte auf 2 oder 3 Mahlzeiten verteilt und mit dem Zusatz von 50 - 100 ml Vollmilch abgestimmt werden. Weiters sollten alle 8 oder 10 Tage einige Tropfen des Vitaminkomplexes A, D, E gegeben werden.

Die Katze ist ein Gewohnheitstier, es ist also angemessen, sie schon als Jungtier an verschiedene Arten von Diät zu gewöhnen, um zu vermeiden, daß sie das Futter verweigert, das ihr nicht vertraut ist. Es ist gut, das Futter immer zu den gleichen Zeiten zu geben und die Futterschale mit Waschmitteln ohne Duftstoffe auszuwaschen (sonst kann es passieren, daß eine Katze das Futter aufgrund der Geruchseinwirkung des Waschmittels ablehnt).

Wasser muß immer zur Verfügung stehen und ständig erneut werden. Tatsächlich sind Katzen gelegentliche Fresser und sie können lange ohne Futter überleben, aber Wassermangel können sie nur kurze Zeit ertragen.

Denken Sie daran, daß die Katze ein Fleischfresser ist. Ihre Grundnahrung ist frisches oder tiefgekühltes Fleisch oder Fisch, und im Unterschied zum Hund mag sie kein abgelegenes Fleisch.

Wir erinnern aber auch daran, daß eine eintönige Ernährung genauso schädlich sein kann: viele Katzen lehnen Mahlzeiten ab, die kein frisches Fleisch oder Leber oder Kroketten (Trockenfutter) enthalten. Es ist nicht gut, diesen Launen nachzugeben, es geht schließlich um die Gesundheit der Katze, die die menschlichen Schwächen ausnutzen will, wie alle Birma-Besitzer sehr schnell lernen werden! Wir raten deshalb, nicht nachgiebig zu sein und der Katze eine vernünftige Ernährung aufzuerlegen, bei welcher das Futter der Umgebungstemperatur entspricht und frisch ist (die Katze hat einen sehr feinen Geruchssinn). Wenden Sie sich ruhig an einen Tierarzt, wenn die Katze abnimmt, wenn sie apathisch aussieht oder wenn sie keinen Appetit zeigt (denken Sie daran, daß Katzen in warmer Umgebung häufig das Futter ablehnen, auch wenn sie bei bester Gesundheit sind).

Wenn wir eine gut ausbalancierte Diät durchsetzen, ist es unerheblich, ob sie eintönig ist, es ist nicht notwendig, das Menü zu ändern (es ist eine unnotwendige Sorge), im Gegenteil, man riskiert, eine Ablehnung für das neue Futter zu verursachen.

Die Begehrlichkeit eines Futtermittels hängt nicht von ihrem Nährwert, sondern vor allem vom Geruch ab, ein bisschen weniger vom Geschmack (die Katze legt wenig Wert auf Geschmack, denn sie hat die Gewohnheit, das Futter schnell zu schlucken). Die Katze wird auch von der Beschaffenheit des Futtermittels beeinflußt, während die Farbe nur für den Besitzer der Katze eine Rolle spielt.

Man darf nicht vergessen, daß die Annahme der Futterration auch vom Gefühlszustand und vom psychischen Zustand der Katze abhängt, deswegen können Änderungen von Gewohnheiten, Geräuschen (die Katze hat ein höher entwickeltes Gehör als der Mensch), Gerüchen, die die Katze umgeben, die Abwesenheit des Besitzers oder die Anwesenheit von fremden Leuten oder von vertrauten Problemen die Ablehnung des Futters verursachen, unabhängig von seiner Qualität.

   

ERNÄHRUNGSPLAN FÜR AUSGEWACHSENE KATZEN: Grundnahrungsmittel

     

Fleisch: vom Kalb, Rind oder Pferd, das überwiegend Fette enthält, um nicht die Energiezufuhr zu unterbrechen, ist die Basis der Ernährung der Katzen, die größten Fleischfresser der Tierwelt.Es sollte nicht zu viele Sehnen enthalten, weil diese unverdauliches Kollagen enthalten; es aber auch nicht notwendig, nur das beste Fleisch zu verwenden.

Das Fleisch sollte roh oder nur ein wenig angebraten verabreicht werden, weil das verlängerte Kochen die Verdaulichkeit der Proteine und damit ihren biologischen Wert verringert. Es ist wichtig, daß es in kleinen Stücken und nicht passiert gegeben wird, um die Katze zum Kauen zu zwingen. Das Kauen reinigt die seitlichen Flächen der Zähne, vermeidet die Anhäufung von Zahnstein und daraus resultierende Zahnfleischprobleme.Weiters ist bei Fleischstücken die Gefahr einer Bakterienverseuchung geringer (Fleisch von zweifelhafter Herkunft oder gehacktes Fleisch, das länger in Umgebungstemperatur war, kann auf den Menschen übertragbare Salmonellen enthalten). Das Pferdefleisch hat den Vorteil, mager zu sein und ein besseres Gleichgewicht zwischen ungesättigten und gesättigten Fettsäuren zu haben.

Herz, Niere, Milz oder Leber vom Kalb können ohne Probleme verabreicht werden, aber sie sollten nicht zum Hauptfutter werden. Ausgezeichnet ist auch Fleisch von Geflügel, Truthahn, Kaninchen und Schwein, das normalerweise von den Katzen weniger angenommen wird. Man muß es gut kochen wegen der Gefahr von Würmern. Beim Zusammenleben von Katzen mit schwangeren Frauen muß jedes Fleisch gekocht werden, um das Risiko der Toxoplasmose auszuschalten.
 

Fisch: jede Art von Fisch kann bei der Ernährung der Katzen verwendet werden, man muß aber sorgfältig den Kopf und die Gräten entfernen, um Verletzungen im Mund oder Hals zu vermeiden. Es ist besser, den Fisch zu kochen, weil es den Vorteil hat, die in ihm enthaltenen Proteine zu stabilisieren und eventuelle Traminosen (Enzyme gegen Vitamin B 1) zu zerstören. See- oder Flußfisch könnten Würmer oder Bakterien enthalten und sollten daher immer gekocht verabreicht werden.

Man kann ohne Probleme Dosenfisch verwenden (Thunfisch, Sardellen usw), besser natur statt in Öl, bewahrt, denn das Öl könnte eine abführende Wirkung haben.

 

 

Milch: besser pasteurisierte und sterilisierte Vollmilch benutzen (mit langer Haltbarkeit), um auch das geringste Risiko von tuberkularer Infektion zu vermeiden. Milch ist ein sehr passendes Nahrungsmittel für die Katzen, weil es reich an Calcium ist, das in Fleisch und Fisch nur in geringer Menge vorhanden ist. Milch kann bei erwachsenen Katzen Durchfall verursachen. Tatsächlich hat der in der Milch enthaltene Milchzucker eine leicht harntreibende und abführende Wirkung auf erwachsene Katzen, die das notwendige Enzym im Darm, um die Milch in Milchzucker und Glykose zu verwandeln, nicht mehr haben.

Es gibt im Handel eine besondere Milch für Katzen, die aber nicht von allen Katzen vertragen wird. Man kann ohne Probleme Milchpulver benutzen (sowohl jenes für den menschlichen Gebrauch, als auch jenes für Kätzchen ist geeignet, um es zum Futter zu mischen).

Käse: stellt den besten Bestandteil der Diät dar, wegen dem hohen Gehalt an Fetten und Kalzium. Am besten ist Hartkäse, nicht würzig (wie Emmentaler oder Parmesankäse).

Eier: sie sind ein ausgezeichnetes Nahrungsmittel, reich an Vitaminen, Proteinen und Mineralien. Es ist besser, das rohe Eiweiß zu vermeiden, aber das Eigelb vom rohen Ei, mit Milch oder Fleisch gemischt, wird gut vertragen und kann ein- oder zweimal in der Woche der Diät hinzugefügt werden.

Stärken: sie sind bei Fleischfressern unerläßlich und müssen gut gekocht sein, um gut verdaut zu werden. Reis und Getreideflocken sind besser als Brot oder Nudeln, die allergische Reaktionen aufgrund von Gluten auslösen könnten. Kekse oder andere Konditoreiprodukte sind nicht notwendig, aber sie können als kleine Belohnungen gelegentlich in bescheidenen Mengen gegeben werden. Achtung bei Produkten mit Schokolade (einige Katzen sind süchtig danach), die in Überdosen Vergiftungen durch Teobromin verursachen können.

Gemüse: erleichtert die Verdauung und ist vor allem für verstopfte Katzen nützlich. Eine kleine Menge sollte immer zur Ration hinzugefügt werden, auch aufgrund des hohen Gehalts an Mineralien, die es enthält. Mit Ausnahme von Kohl, Zwiebel und Kartoffel sind alle Gemüsearten gut verträglich; am liebsten haben Katzen Spargel, Lauch, grüne Bohnen, Karotten und Spinat. Das Gemüse muß gekocht und in Stücke geschnitten oder, noch besser, passiert und mit dem Rest der Ration gemischt werden.

Obst: Katzen scheinen selten Obst zu mögen, aber das ist nicht notwendig. Einige Katzen lieben Kastanien.

Fertigfutter: sollte separat erwähnt werden. Davon findet man im Handel verschiedene Arten (z.B. nur Fleisch, Reis mit Thunfisch usw), sowohl Naßfutter als auch Trockenfutter (Kroketten), und sie sind ausreichend und den Resten der Küche oder einer unausgeglichenen Diät vorzuziehen (z.B. nur Fleisch oder nur Eingeweide oder nur Fisch). Sie sind vom ernährungsbedingten Gesichtspunkt her perfekt ausbalanciert und zweifellos günstiger als das Futter, das zu Hause vorbereitet wird. Wenn es von guter Qualität ist, kann es auch täglich verwendet werden, allein schon deshalb, weil es praktisch ist.

Einziger Einwand beim Naßfutter ist der Mangel an Massage des Zahnfleisches und der Zähne, und das könnte das Auftreten von Zahnfleischproblemen fördern (Katzen müssen kauen, um ihre Zähne in perfektem Zustand zu erhalten). Beim Trockenfutter ist das Problem die geringe Zufuhr von Wasser, was bei Katzen, die zu wenig trinken, Nierenprobleme verursachen könnte. Um dieses Problem zu vermeiden, kann Dosenfutter oder Trockenfutter mit einer bestehenden Diät aus frischer Nahrung abgewechselt werden. Dosenfutter sollte nur in Mengen gekauft werden, die bald verbraucht werden, selbst wenn die größere Verpackung billiger ist. Auch wenn das Futter entsprechend im Kühlschrank aufbewahrt wird, wird es austrocknen, es wird den spezifischen Geruch verlieren und weniger angenommen oder sogar abgelehnt werden

Man darf nie vergessen, daß ein Nahrungsmittel von Qualität der beste Garant für eine gute Gesundheit der Katze ist. Verarbeitetes Fleisch von zweifelhafter Herkunft und, im allgemeinen, Fette, die längere Zeit in Umgebungstemperatur waren, können Salmonellen auf die Haustiere übertragen. Diese sind auf den Menschen übertragbar und umgekehrt; bei auftretenden Krankheiten in der Familie kann es nützlich sein, das Blut von Mensch und Haustier zu untersuchen, um zu bestimmen, on es Ähnlichkeiten gibt (Swanson).

 

Gehalt - in Prozenten ausgedrückt - in einigen gemeinsamen Nahrungsmitteln für Katzen

 

 

Kilokalorien

Proteine

Lipide

Kalzium

Phosphor

Eisen

Fleisch (nach Herkunft und Gehalt an Fetten)

110 - 160

14 - 18

0,5 - 35

0,008

0,16 - 0,20

0,0028

Leber

160

20,0

5,0

0,008

0,37

0,0120

Vollmilch

69

3,5

4,0

0,120

0,009

0,1000

Milchpulver

508

25,0

28,0

0,940

0,80

0,6000

Eier

158

12,8

11,5

0,058

---

0,0030

Magerer Fisch

44

9,6

0,5

0,130

0,28

0,0005

Fetter Fisch

97

11,4

5,7

0,110

0,25

0,0006

Reis

340

8,0

1,5

0,030

0,35

---

Nudeln

360

13,4

1,5

0,022

---

0,0012

Karotten

38 - 45

1,1

0,3

0,036

0,01

0,0060

Zucker

400

---

---

---

---

---

 

ERNÄHRUNGSPLAN FÜR AUSGEWACHSENE KATZEN (Nahrungsergänzungen)

 

Zu den Grundnahrungsmitteln, die schon erwähnt wurden (nicht zum Dosenfutter, das gewöhnlich ausgewogen ist), ist es notwendig, reiche Zusätze an Fettsäuren, Mineralien und Vitaminen hinzuzufügen. Wir listen die wichtigsten Zusätze auf:

Speiseöl: Oliven-, Mais-, Sonnenblumen- oder Weizenöl sind eine hervorragende Quelle für wesentliche Fettsäuren (wichtig zur Vorbeugung gegen Leber-Steatose und Hautkrankheiten).

Oft fehlen sie in den gewöhnlichen Diäten, obwohl sie wesentlich für den Stoffwechsel der Katzen sind. Butter oder Speck können Ersatz sein, auch wenn pflanzlich Öle viel besser sind. Es genügt eine tägliche Menge von einem Teelöffel.

Bierhefe: Ein Teelöffel oder eine Tablette pro Tag sichern eine hohe Zufuhr an Vitaminen der Gruppe B. Es ist nicht notwendig, Bierhefe einer vollständigen Diät hinzuzufügen, aber da der Bedarf an Vitaminen der Gruppe B bei Fleischfressern besonders hoch ist, kann ein Hefezusatz vor eventuellen Mängeln schützen, desweiteren scheint es für fast alle Katzen gut zu sein, und verstreut in der Schüssel kann sie dazu dienen, einige weniger begehrenswerte Speisen zu "verstecken".

Mineralische und vitaminreiche Zusätze: Sie sind in Spezialgeschäften für Tiere und in der Apotheke erhältlich. Sie können zur Diät in der empfohlenen Menge hinzugefügt werden, damit die vitaminreichen oder mineralischen Salze die Defizite (vor allem Kalziumdefizite) ausgleichen, da sie in Fleich, Fisch und im Getreide ungenügend vorhanden sind.

Katzengras: So wird das "nepeta cataria", aber auch andere Arten von Graspflanzen genannt, durch deren Geruch die Katzen angezogen werden, die es fressen und dann erbrechen. Viele Vermutungen wurden in diese Richtung formuliert; die Katze würde von diesem Gras durch einen Erbfaktor gezogen werden (Waller e C.).

Katzengras ist nicht notwendig zur Aufrechterhaltung der Gesundheit, aber wenn es von der Katze gemocht wird, kann es nicht schaden, einige Büschel in einem Topf auf dem Balkon oder vor dem Haus anzupflanzen

 


 

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